
Frühjahrsbelebung ausgebremst Zahl der Arbeitslosen sinkt im März nur leicht
Die Frühjahrsbelebung fällt so schwach aus wie lange nicht mehr: Noch immer sind fast drei Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Zudem sinkt die Nachfrage nach Arbeitskräften.
Die Frühjahrsbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist zunächst schwach ausgefallen. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sank im März im Vergleich zum Vormonat um 22.000 auf 2,967 Millionen Menschen, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.
Das ist der schwächste Rückgang der Arbeitslosigkeit in einem März seit 2009. Damals war die Zahl in der Finanzkrise sogar gestiegen. Im Vergleich zum März vor einem Jahr lag die Zahl der Arbeitslosen um 198.000 höher. Die Arbeitslosenquote betrug im März unverändert wie im Februar 6,4 Prozent.
Mehr Menschen in Kurzarbeit
"Im März beginnt am Arbeitsmarkt die sogenannte Frühjahrsbelebung. Auch in diesem Jahr wird sie allerdings von der wirtschaftlichen Flaute spürbar ausgebremst", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles.
Auch die Zahl der zu besetzenden Stellen ging zurück. Im März waren bei den Arbeitsagenturen 643.000 offene Arbeitsplätze gemeldet. Das sind 64.000 weniger als vor einem Jahr. Bei der Kurzarbeit geht es weiter leicht nach oben.
Im Januar zahlte die Bundesagentur für 240.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das waren 36.000 mehr als im Dezember 2024 und 51.000 mehr als im Januar des vergangenen Jahres.
Weniger Ausbildungsstellen ausgeschrieben
Aktuellere Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen derzeit nicht zur Verfügung. Allerdings wurde von 1. bis 24. März für 43.000 weitere Personen Kurzarbeit beantragt. Auf dem Ausbildungsmarkt ist weiter Bewegung. 327.000 Bewerbern stehen 416.000 gemeldete Lehrstellen gegenüber. Das sind 10.000 Bewerber mehr und 22.000 Stellen weniger als vor einem Jahr.