Fußball-Bundesliga - Union Berlin muss Geldstrafe nach Fanprotesten zahlen

Do 28.03.24 | 09:58 Uhr
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Fanprostest mit Tennisbällen beim Spiel des 1. FC Union Berlin in Bochum (Bild: Imago/Sven Simon)
Audio: Fritz | 28.03.2024 | Nachrichten | Bild: Imago/Sven Simon

Fußball-Bundesligist Union Berlin muss eine Geldstrafe in Höhe von 60.000 Euro in Folge der Fanproteste zahlen. Das gab das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Mittwochabend bekannt. Die Berliner wurden mit der bisher höchsten Strafe aller Erstligisten für die Protestaktionen belegt, mit denen sich die Fanszenen gegen den Einstieg eines Investors bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) aussprachen.

So setzt sich die Strafe zusammen

Die 60.000 Euro setzen sich aus vier Einzelstrafen zusammen. Beim Spiel gegen den VfL Bochum am 16. Dezember 2023 sorgten die Anhänger des Klubs für eine vierminütige Unterbrechung durch das Werfen von Tennisbällen und Schokomünzen. Dafür muss der Verein 10.000 Euro Strafe zahlen.

Für die Fanproteste bei RB Leipzig am 4. Februar 2024, die eine zweiminütige Unterbrechung auslösten, sind 10.000 Euro fällig. Die zehnminütige Unterbrechung in Mainz am 7. Februar 2024 wird mit 20.000 Euro bestraft. Weitere 20.000 Euro soll der Verein für die Unterbrechung in Hoffenheim am 17. Februar zahlen. Der Verein kann 19.700 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

Der 1. FC Union Berlin ist einer von sechs Bundesligisten, die bisher mit Strafen in Folge der Fanproteste belegt wurden. Die bisher höchste Gesamtstrafe war in der Vorwoche gegen Meister Bayern München mit 40.000 Euro ausgesprochen worden.

Sendung: Fritz, 28.03.2024, 00:15 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Beim Lesen konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen. Nicht über die Strafe sondern über die Dummheit des DFB. Da kann wohl jemand nicht rechnen. Wie können 4 Minuten genauso teuer sein wie 2? Da kann man mal sehen was dieser Korrupte "Bund" eigentlich vor hat. Den Sport selber kaputt zu machen. Anstatt zuzugeben: "okay unsere Idee war Falsch"... Nee wieder die Vereine gegen sich aufbringen. Verstehe diese paar Hansel nicht. Habe die keine Ehre, geht es nur ums Geld? Zum kotzen

  2. 11.

    Und das waren ja erst die Strafzahlungen für "leichte Vergehen". Das dicke Ende für den FCU und auch und Hertha kommt sicher noch nach, da die Fans beider Vereine bei den Spielen gegen Wolfsburg bzw. den HSV für jeweils gut 30 Min. für Unterbrechungen gesorgt haben, wofür wohl nochmal 50 bzw. 30 Tsnd. € anfallen dürften.

    Eine auch durchaus deutliche Bestrafung für Spielunterbrechungen kann ich ja nachvollziehen, da sich sowas nicht in die Protestkultur einschleifen sollte. Nur handelte es sich bei den Anti-Investoren Protesten doch um eine Ausnahmesituation, die auch durch das intransparente Gebaren der DFL und auch der Vereine selbst hervorgerufen wurde und viele Fans zum szn. letztmöglichen Mittel greifen ließ.

    Aber dass bspw. der FCU dafür ws. mehr als 100.000 € zahlen muss, finde ich unverhältnismäßig. Man hätte hier eine pauschale Deckelung von meinetw. 50k€ ansetzen und dies als Ausnahmeregelung gelten lassen sollen.

  3. 9.

    Was denn für ,Brutalos'.Es war ein friedlicher Protest.Wenn sie ein normaler Union Fan sind,heiß ick Otto.

  4. 8.

    Es geht doch garnicht mehr um Fußball Geld Geld Geld.

  5. 7.

    Richtig so, die vergleichbar armen OSTvereine knebeln, bis sie pleite sind. So hält man sich Konkurrenten vom Hals.
    Da haben meines Wissens nach "Fans" aller Vereine gemacht.

  6. 6.

    Wut und Hass gehören in kein Stadion! Auch nicht hier her.
    Wer dadurch den Ablauf einer sportlichen Veranstaltung stört, die dadurch sogar unterbrochen werden muss und der Verein nicht in der Lage ist, diese angeblichen "Fans" aus den jeweiligen Stadien fernzuhalten hat diese Strafe mehr als verdient.
    Wir normalen Fans sind schockiert über diese Brutalos in den eigenen Reihen.
    Diese müssten ebenfalls zur Kasse gebeten werden.

    Wer ein gesundes Hirn hat, kann sich anders zur Wehr setzen.


  7. 5.

    Dieses Sportgericht ist lächerlich. Gefährliches Verhalten sogenannter Fans, wie z.B. Platzstürme, gezieltes Abfeuern von Feuerwerkskörpern auf Menschenmengen etc. werden mit vergleichsweise harmlosen Strafen belegt, während friedliche, absolut berechtigte Proteste nicht nachvollziehbare Strafen nach sich ziehen. Ein Schelm wer böses dabei denkt und in Hinblick auf zukünftige willkürliche Eingriffe in den Profifussball eine abschreckende Wirkung vermutet.

    Hoffentlich richtet Union ein Spendenkonto ein. Ich wäre sofort dabei.

  8. 4.

    Bei solch einer Bestrafung müssen die Proteste voll ins Schwarze getroffen haben...Ein intransparentes Verfahren zu recht so anzuprangern, weil reden ja nicht geholfen hat und dann von den dafür Verantwortlichen bestraft zu werden ist schon dreist. Es wirft Fragen nach der (Un)Moral auf und weiterführend, ob da Leute überhaupt geeignet sind?

  9. 3.

    Friedlicher Protest wird hart bestraft.Der DFB hat wieder eine Chance vertan.Die Kluft zwischen Verband und Ultras,auch viele ,,normale" Fans, wird immer größer.

  10. 2.

    Hoffentlich legt der Verein, genau wie der VfL Osnabrück, Einspruch gegen diese lächerliche Strafe ein.

  11. 1.

    Bei solch einer Bestrafung müssen die Proteste voll ins Schwarze getroffen haben...Ein intransparentes Verfahren zu recht so anzuprangern, weil reden ja nicht geholfen hat und dann von den dafür Verantwortlichen bestraft zu werden ist schon dreist. Es wirft Fragen nach der (Un)Moral auf und weiterführend, ob da Leute überhaupt geeignet sind?

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